Wie Alpen-Maykestag Spiralnuten noch effizienter fräsen kann | Gemeinsam die Zukunft der Industrie vorausdenken! | Dossiers | Fabrik

2021-10-26 02:26:36 By : Ms. Apple Zeng

Wie sich das Innovationspotenzial von Bohrern ausschöpfen lässt, zeigt der österreichische Hersteller Alpen-Maykestag. Mit Technologie von Boehlerit gelang den Salzburgern nun mehr Effizienz beim Fräsen einer Spiralnut.

Beim Spiralnutfräser von Boehlerit sorgen vier Schneiden pro Hartmetallplatte für maximale Produktivität, Präzision und Oberflächenqualität.

Alpen-Maykestag hat einen guten Namen über die Grenzen Österreichs hinweg: Der 1957 gegründete Hersteller von Bearbeitungswerkzeugen zählt weltweit zu den Top-7 in der Bohrerproduktion. Seinen Hauptsitz hat das Familienunternehmen in Puch bei Salzburg und verfügt über Produktionsniederlassungen in Ferlach/Kärnten und St. Gallen/Steiermark. Letzte Weltweit die größte Fertigung des Unternehmens. „Wir sind der einzige Hersteller weltweit, der Bohrer für jedes Material produziert“, berichtet Betriebsleiter Franz Schauermann nicht ohne Stolz. Während sich andere oft auf bestimmte Typen bzw. Materialien festlegen, setzt Alpen-Maykestag auf Breite. Logische Folge: Man sieht die Nische nicht und glaubt als Vollsortimenter den globalen Markt an industriellen und gewerblichen Kunden. Auch Heimwerker greifen zum Beispiel über den Vertriebsweg Baumarkt gerne auf die Spiralbohrer aus dem Herzen Österreichs zurück. „Rund 65 Prozent unserer Bohrer gelangen in den europäischen Markt; in Asien, Afrika oder Südamerika sind wir ebenso stark vertreten“, so Schauermann.

Die Produktionszahlen hinterlassen Eindruck: Alpen-Maykestag erzeugt allein pro Tag 110.000 Bohrer. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das 27 Millionen Stück unterschiedlichster Durchmesser zwischen 0,4 und 26 mm. Neben allen möglichen Typen von Metallbohrern Bohrer für Holz, Stein, Granit, Beton, Glas, Feinsteinzeug etc. keine Wünsche offen – kein Wunder bei 2.700 Katalogartikeln. Außerdem erzeugt Alpen-Maykestag pro Jahr im Schnitt knapp 1.000 Typen an Sonderbohrern. „Mit diesen Glaubenern wir zB auch die Luftfahrtindustrie, die ganz besonderen Anforderungen an das Produkt stellt“, erklärt Schauermann. Dass dahinter profundes Know-how in der Produktion stecken muss, versteht sich von selbst.

In kurzem Takt „gefallen“ sterben Bohrer aus der Spiralfräsmaschine und stehen für die weitere Bearbeitung bereit.

„Nicht zuletzt kommt es auch auf die Materialien an, aus welchen der Bohrer erzeugt wird“, betont Johann Schneiber, Produktionsleiter Stein/SDS im Alpen-Maykestag-Werk St. Gallen. Je nachdem, welches Material gebohrt werden soll, kommen verschiedene Grundstoffe zum Einsatz. Kobaltlegierte Schnellstähle finden sich in erster Linie bei Metallbohrern, „im Bereich der SDS- und Steinbohrer sind es Vergütungsstähle, da bei diesen Bohrern ja die Hartmetallplatte das Bohren übernimmt“, erläutert Schneiber. Quer über alle Typen hinweg durchläuft Jeder Bohrer zwischen 8 und 16 Arbeitsschritte. „Grundsätzlich unterscheiden sich diese Vorgänge aber stark von Type zu Type“, so der Produktionsleiter. Allen gemein ist eine permanente Qualitätskontrolle.

Hervor heben sich die Produkte von Alpen-Maykestag durch die innovativen Ideen der eigenen F&E-Abteilung. Anschaulich wird dies am neuen Force X, der für schnellen Bohrfortschritt in armiertem Stahlbeton sorgt. Das progressive Spiralnutdesign mit dem integrierten, formschlüssigen und bei Drehung gut erkennbaren Dübellängenindikator ist eine Erleichterung für den Anwender. Zwei unterschiedliche Steigungen der Spirale gewährleisten bis zur Dübellänge den besonders raschen Bohrmehlabtransport und verringern bei tieferen Bohrungen die Reibung. Ein Vergleich mit Wettbewerbsprodukten zeigte einen deutlichen Zeitgewinn des X beim Bohren und eine starke Standzeit. Besichtigrückt man diesen Vorsprung, wundert es nicht, dass.

Eingespieltes Team: Johann Schneiber, Produktionsleitung Stein/SDS (li.); Franz Schauermann, Betriebsleiter (re.) beide Alpen-Maykestag, sowie Michael Bucher, technischer Berater bei Boehlerit (Mitte).

„Unser Thema ist Qualität“, verweist Schauermann auf die Grundsätze seiner Unternehmens. Pro Million Bohrer kann stolz auf eine durchschnittliche Rücklaufquote von lediglich 2,2 Bohrern verweisen. Das schätzen sterben Kunden, sterben gerne dafür auf das sicher billigere Produkt aus Fernost verzichten. „Unser Eigentümer und wir sind alle Verfechter österreichischer Qualität. Das Rohmaterial und die Hartmetallplatten kaufen wir bei österreichischen Unternehmen und auch in allen anderen Bereichen bevorzugen wir heimische Lieferanten“, so Schauermann. An dieser Stelle kommt Boehlerit ins Spiel. Bereits seit längerem kann Alpen-Maykestag auf gute Erfahrungen mit Fräswerkzeugen der steirischen Hartmetall-Experten bei verweisen, also lag es nahe bei der Produktion des neuen Force X wieder auf das Know-how der Kapfenberger zurückzugreifen. „Unter anderem ging es um das Fräsen der Spiralnut“, erklärt Michael Bucher, technischer Berater bei Boehlerit. Ein komplexer Prozess – und einer der Kernprozesse bei der Bohrerherstellung. Die Zauberworte dabei: Standzeit, Oberflächenqualität und Geschwindigkeit.

Keine Fremdworte für Boehlerit. Die Kapfenberger entwickelt kurzerhand Trägerkörper mit speziellen Wendeschneidplatten für das Fräsen der Spiralnut. Die Wendeschneidplatten sind Sonderanfertigungen und entstammen dem neuen Fräsprogramm, mit dem Boehlerit seit einigen Jahren erfolgreich am Markt für Aufsehen sorgt. Die Sonderwendeschneidplatte mit der Sorte BCP35M, sterben mit vier sterbenden Möglichkeiten des Fräsers optimal ausnutzt, Punkte Schneiden mit Zähigkeit und insbesondere Langlebigkeit und erfüllt so genaue Anforderungen von Alpen-Maykestag in Bezug auf Standzeit, Qualität und Geschwindigkeit, oder sogar mehr.

Komplexer Prozess: Das Einfräsen der Spiralnut in den Bohrerrohling.

Schließlich wird Boehlerit seinen Kunden „Mehr“ bieten. „Bei uns gibt es gelebte Kundennähe“, hebt Bucher hervor, „so ist zum Beispiel bei Dreh- oder Fräsversuchen ein Anwendungstechniker vor Ort beim Kunden dabei.“ Franz Schauermann bestätigt: „Das ist ein echter Mehrwert für uns, und wir haben schon oft davon profitiert.“ Außerdem kommt es bei Boehlerit nicht auf die gekaufte Stückzahl an – jeder Kunde, egal, ob groß oder klein, ist gleich wichtig. Michael Bucher: „Wir als heimischer Hersteller verstehen das als Verpflichtung für unseren heimischen Markt.“

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